Kooperation Musik und Kunstschule - Silcherschule Östringen

 

Arbeitsgemeinschaft Kunstwerkstatt

 

Zeit:                       montags von 14.00-15.30 Uhr

 

Teilnehmer:         Ganztagsklasse 2a der Silcherschule

 

AG-Ort:                  Musik- und Kunstschule

 

AG-Leitung:         Sigrid Fuchs-Ramforth

 

 

 

Kunstwerkstatt - Im Freiraum Kunst können sich Muße, Neugierde, Entdeckerfreude, Beobachtungsgabe, Lust auf das Unbekannte und Empathiefähigkeit  entfalten. Das sind Voraussetzungen für ästhetisches Lernen, Fähigkeiten die alle Kinder und Jugendliche von Natur mitbringen.

 

Raumumgebung der Kunstwerkstatt ist anregend zur Stärkung der Kreativität und Phantasie. Wichtig ist es, den Unterschied zwischen Schulraum und Kunstraum zu erkennen und als Ergänzung zu erleben.

 

Unsere Kunstwerkstatt ist ein einmaliger Ort der Konzentration, des kreativen Chaos, Garten der Künste, wild, frei - und sehr lehrreich. Hier können spielerisch sinnliche, ganzheitliche, ästhetische Erfahrungen über Materialien und Werkzeuge gesammelt werden, die zum  Experimentieren und Gestalten anregen.

 

 

 

Ritualrunde:

 

Ankommen, zur Ruhe kommen, im Kreis auf dem Boden oder Stühlen, sitzen oder liegen, jeder wie er mag

 

Wie geht es mir heute, was war mein schönstes Erlebnis in der Woche, was ist mir meiner Meinung gut gelungen, nicht berufend auf das Lob von außen – Stärkung der Pflanze „Selbstbewusstsein“

 

Genauso die Verabschiedung, sich gegenseitig noch eine schöne Woche bis nächsten Montag bzw. einen schönen Nachmittag bis zum nächsten Morgen zu wünschen

 

 

 

Selbstverständnis:

 

Störungen wie Streit haben immer Vorrang, werden besprochen und mit  gegenseitiger respektvoller Entschuldigung besiegelt. Lernen vom wertschätzendem Umgang miteinander. Ängste, Trauer, Sorgen, die auftauchen, wie z.B. meine Eltern streiten sich oder ein Todesfall, werden in der Runde verständnisvoll angehört , getröstet und ggf. gemeinsam nach Lösungen oder Lösungsmodellen in einem angemessenen Zeitrahmen gesucht.

 

Toleranz gegenüber anderen Darstellungsweisen in der Kunst entwickeln, es gibt kein richtig und kein falsch, nur ein anders. Vermeidung von bewertenden Äußerungen – Aneignen von beschreibenden Formulierungen und Fragestellungen, wie z.B.:

 

Ich sehe auf dem Bild eine grünes Pferd und eine blaue Sonne. Hat dir das Spaß gemacht? Somit hat der Befragte die Möglichkeit, sich zu öffnen und die Sicht seiner Malweise zu erläutern, wenn er das möchte.

 

 

 

Einführungen und Themenbesprechung über:

 

Entspannung - Gedichte, Geschichten, Rätsel, Musik, Fantasiereisen, Kerzenmeditation – Klangschale, Rückenmassage im Kreis, Brainstorming, Fünfmimutenkunst

 

 

 

 

 

Beispiele der bisherigen Themen:

 

  1. Jahreszeiten erfragen -Herbstgedicht-Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland-verschiedene Birnensorten essen, dabei die Sensorik schulen-Glühbirnen – Pappmachee mit Draht als Aufhängung- untermalt mit Entspannungsmusik- Birnen mit Acrylfarben bemalen-Blätter aus Moosgummi- auf Ast als Gemeinschaftsarbeit im Raum- als Einzelarbeit mitnehmen am Ende der Halbjahreseinheit plus Gedicht als Erinnerung.

     

  2. Herbstbaum – Phantasiegeschichte- über Körperdarstellung- Körperbewusstsein- Bewegung- Musik-sich in den Baum versetzen- Füße sind die Wurzeln, Körper der Stamm, Hände und Kopf die Äste, die sich im Herbststurm bewegen ohne umzufallen. Herbstbaum malen ohne Vorzeichnen auf Strukturtapete mit Acrylfarben- mit Ölpastellkreide bearbeiten.

     

  3. Zuckerkreide kennen lernen , Herstellung. Was ist weiß in der Nacht?-weiße Zuckerkreide auch schwarzem A2 Papier. Unterschiede nochmals zwischen Zucker und Ölpastellkreide herausarbeiten/Fixierung – was hält die Farbe/Farbpigmente auf dem Papier fest.

     

  4. Gemeinschaftsprojekt: Skulptur im Raum – Alles aus Müll-Kartons

 

Saubere Kartons in verschiedenen Größen – aussuchen- anordnen, bauen- fixieren mit Kreppband- Pappmachee – Friedensreich Hundertwasser  als Künstler und Umweltschützer vorstellen- Themenfestlegung  der Skulptur als hellgrüne Stadt -bemalen, einheitlich –Wirkung als Ganzes unterstreichen- kleine Farbakzente in der Lieblingsfarbe jedes Kindes- Rückseite der Skulptur mit Straßen und Symbolen bemalen. Wirgefühl wird  durch die Gemeinschaftsarbeit gestärkt, evtl. findet die Skulptur einen Platz im Schulgebäude. Projektarbeit vermittelt komplexe Inhalte, ermöglicht künstlerisches Gestalten mit thematischen Bezügen, fördert Gruppenprozesse und Kooperation, stellen erlebte Erfahrungen her, setzen tief greifende Lernprozesse in Gang.

 

  1. Begriff „Logo“ kennenlernen, Kennzeichnen eines Kunstwerkes vom Künstler oder Künstlerin- Zusammensetzung aus Anfangsbuchstaben vom Vornamen und Nachnamen plus Jahreszahl , Beispiel Albrecht Dürer.

 

    1. Feuerwerk -Wie habe ich Silvester erlebt

 

Stadt bei Nacht mit Ölpastellkreide auf schwarzem Karton, Jahreszahl 2015 mit Doppelschrift zeichnen und ausmalen, mit Wasserfarben, Zahnbürste und Sieb das Feuerwerk spritzen.

 

    1. Wer oder was fliegt: Zeichnen mit Kohle, Pastellkreide – Fixierung kennen lernen und als Bonbon ein kleiner Zimmerbummerang aus stärkerem Karton, der wirklich fliegt. Erforschen und ausprobieren  warum welche Materialien fliegen können , wie sie geformt sein müssen, neue erfinden. Was funktioniert, was nicht. Beispiel Leonardo da Vinci u.m.

 

 

 

 

    1. Leinwände als besonderen Abschluss: Über Lieblingsfarbe-Farbfamilien und Beispielwerke des Künstlers Paul Klee den Hintergrund mit Gouachefarben malen –Thematik wird durch die selbst gewählte Farbe festgelegt- wie kann ich mich auf der ganzen Welt verständlich machen? Mit Zeichen und Symbolen, als universelle Sprache- welche gibt es schon, neue entwickeln, dazu eine Geschichte erfinden, was möchte ich dem Betrachter meines Bildes erzählen, wasserfeste Tuschestifte.

 

Sigrid Fuchs-Ramforth, AG-Leiterin „Kunstwerkstatt“